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Albrecht Marschall von Rapperswil

Um 1300 lebte Albrecht als sogenannter Ministerialer im Dienst der Herren von Rapperswil, die im 13. und 14. Jahrhundert einen wichtigen Stützpunkt der Habsburger bildeten. Gemeinsam mit Wernher von Homberg und Otto zum Turm gehörte er zum Kulturkreis um Elisabeth von Rapperswil. Später zog seine Familie nach Zürich, wo sie spürbaren politischen Einfluss gewann. Die Spuren von Albrechts eigenem Leben sind jedoch marginal: Sie beschränken sich auf einen postumen Existenzbeleg im Nekrolog des Klosters Wurmsbach, der unter dem Datum des 23. August verzeichnet ist – allerdings ohne Jahreszahl.

Werk

Von Albrecht sind lediglich 3 Lieder überliefert, alle im Codex Manesse. Das Lied « Uf esten gestent sich nit me» habe ich mit einer eigenen Melodie vertont.

Albrecht Marschall von Rapperswil auf Youtube.

Albrecht Marschall von Raprechtswil.jpg
Pulverturm.HEIC

Schloss Rapperswil

Die Anlage wurde zwischen 1220 und 1230 von den Grafen von Rapperswil gegründet, um ihre Herrschaft am Obersee zu modernisieren und ein mächtiges Symbol adliger Präsenz zu schaffen. Zu dieser ursprünglichen Wehranlage gehörten ein zentraler Palas sowie drei markante Ecktürme: der Hauptturm (Bergfried oder Gügeliturm), der Zeitturm und der Pulverturm. Die strategische Bedeutung der Burg führte jedoch bald zu Konflikten. Im Jahr 1350 wurde die Anlage im Zuge einer Fehde mit dem Zürcher Bürgermeister Rudolf Brun fast vollständig zerstört. Wenige Jahre später übernahmen die Habsburger die Herrschaft. Die österreichischen Herzöge bauten die Ruine ab 1354 gezielt als neues, repräsentatives Machtzentrum wieder auf. Ab 1442 wechselte der Besitz zur Stadt Rapperswil selbst, ehe die Anlage ab 1464 als Sitz der eidgenössischen Schirmvögte diente. Nach dem Ende der alten Eidgenossenschaft im späten 18. Jahrhundert verfiel die Anlage zusehends. Ein neues Kapitel schlug das Schloss 1870 auf, als es vom polnischen Grafen Wladyslaw Plater gepachtet wurde. Über eineinhalb Jahrhunderte lang – mit Unterbrechungen bis zum Jahr 2022 – beherbergte die Burg das geschichtsträchtige Polenmuseum, das wesentlich zum Erhalt der Bausubstanz beitrug.

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