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Otto zum Turm

Die Familie „zum Turm“ stammte vom Turm im Tal bei Altendorf (Alt-Rapperswil) und diente den Grafen von Rapperswil. Erste Belege nennen die Brüder Rudolf, Heinrich und Burkhard (1253/61) als Ministeriale im Umfeld der Rapperswiler. Otto erscheint 1275 erstmals in einer Urkunde und später ab 1312 wieder in Luzern mit Besitz in Altdorf, Stans und Unterwalden.
1330 trat er in Luzern einem Bündnis bei, wurde Bürger der Stadt und band sich eng an den Rat. Seine Schwester Berchta war mit Konrad von Winterberg verheiratet und brachte familiäre Verbindungen in die Innerschweiz.
Otto gilt als Minnesänger, überliefert in der Manessischen Liederhandschrift, wobei die Identität mit dem Ritter nicht ganz gesichert ist. Um 1300 zog ein Zweig der Familie nach Luzern, wo sie bis Mitte des 14. Jahrhunderts erlosch.

Werk

Vom Schweizer Minnesänger Otto zum Turm sind im Codex Manesse 5 Lieder und ein Leich (mittelalterliche Lieddichtung komplexer Art) überliefert. Die Schweizerdeutsche Nachdichtung seines Liedes "Wer ritters orden zieret" habe ich als Kontrafaktur zum gleichnamigen Lied von Christoffel vom Hengstacker geschrieben.

Otto zum Turm auf Youtube

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Burgstelle im Tal

Von der Burg-im-Tal ist nicht mehr viel übrig - vermutlich wurde sie von Dienstleuten der Rapperswiler bewohnt, die sich «abe dem Turren» oder auch «de Turris» nannten. Das Rittergeschlecht taucht 1252 mit einem Rudolf in den Urkunden auf, in den folgenden Jahren werden er und seine Brüder häufig im Umfeld der Grafen von Rapperswil erwähnt.

Und so kann es durchaus gewesen sein, dass hier die Stammburg des Sohnes von Rudolf, dem Minnesänger Otto zum Turm, gestanden hat.

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